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Diese Not-to-dos gilt es bei der Stellensuche zu beachten

“Leider haben wir uns für einen anderen Kandidaten entschieden.” Diesen Satz hat sicher jeder von uns schon einmal gehört. Manchmal lässt die neue Stelle einfach auf sich warten. Wenn Ihnen dies bekannt vorkommt, sollten Sie sich diese Not-to-do-Liste nicht entgehen lassen.

 
Es ist ein großer Vorteil im Leben, die Fehler, aus denen man lernen kann, möglichst früh zu begehen. – Winston Churchill

 

In den folgenden Zeilen finden Sie 20 Fehler, die Sie während der Stellensuche unbedingt vermeiden sollten.

Not-to-do im Bewerbungsprozess

#1: Unvollständige Bewerbungsunterlagen

Ein kleiner Fehler, der alles ruinieren kann: In den meisten Stellenausschreibungen ist genau beschrieben, welche Unterlagen die Firma von Ihnen erwartet. Dies ist kein Vorschlag, sondern Tatsache. Kontrollieren Sie daher vor dem Absenden, ob Sie alle Dokumente beigelegt haben.

#2: Auf die perfekte Stellenausschreibung warten

Fehler Nummer 2 ist das Abwarten auf die perfekte Stelle. Sie werden (fast) keine Stellenausschreibung finden, bei der Sie allen Anforderungen gerecht werden. Aber das ist okay. Firmen beschreiben in ihrem Stellengesuch immer ihren Wunschkandidaten, nehmen aber auch neue Mitarbeitende auf, die nicht zu 100% passend sind.

#3: Untätig bleiben

Bewerbung abgeschickt, jetzt heißt es warten? Falsch gedacht! Bleiben Sie nicht untätig – sie können beispielsweise bei der Firma anrufen und nach dem aktuellen Stand fragen oder die Zeit für eine gründliche Recherche nutzen. Die “Wartezeit” kann auch prima zur Weiterbildung genutzt werden. Das Internet bietet Ihnen dafür unzählige (und kostenlose) Möglichkeiten.

#4: Sich selbst in den Hintergrund stellen

Nicht schüchtern sein! Heben Sie bewusst Ihre Fähigkeiten sowie Ihre Persönlichkeit hervor. Dabei sollten Sie kompetent, aber nicht arrogant wirken. Dem Personaler sollte am Ende klar sein, welchen Mehrwert Sie für die Firma darstellen.

#5: Zielloses Bewerben

Es bringt Ihnen nichts, wenn Sie sich auf jede Stelle bewerben, die in irgendeiner Weise passen könnte. Denn so werden Sie im Endeffekt einer Tätigkeit nachgehen, die Ihnen nicht gefällt. Bewerben Sie sich gezielt auf die Jobs, die Ihnen zusagen und Spaß bereiten werden.

#6: An sich selbst zweifeln

Die Jobsuche kann frustrierend sein, das ist leider so. Doch Kopf hoch, Sie schaffen das! Jetzt ist es ganz wichtig, dass Sie an sich selbst glauben und unsere Ratschläge umsetzten.

#7: Aufgeben

Aufgeben ist ein absolutes No-Go. Oder wollen Sie für immer auf Stellensuche bleiben? Falls Sie wirklich einmal so weit sein sollten, hilft die Unterstützung Ihrer Freunde weiter. Wir raten Ihnen generell, Ihre Freunde und Familie um Unterstützung zu bitten.

#8: In der Masse untergehen

Einheitsbrei oder Hervorstechen? Sie entscheiden. Doch lassen Sie sich eines sagen: Ihre Bewerbung muss innerhalb weniger Sekunden überzeugen. Nutzen Sie Ihre Kreativität oder das Internet als Inspiration. Es wird aber nicht abgeschrieben.

 

Not-to-do im Lebenslauf

#1: Lücken

Grundsätzlich ist es nicht schlimm, wenn Sie einmal länger auf Stellensuche oder im Urlaub waren. Geben Sie diese “Lücken” ebenfalls mit einem Grund an. So vermeiden Sie unangenehme Fragen oder Vorurteile.

#2: Unübersichtliche Struktur

Sie kennen doch sicher das Sprichwort “weniger ist mehr”. Der Lebenslauf ist ein Paradebeispiel dafür. Achten Sie immer darauf, dass der Personaler nichts suchen muss, sondern alles Wichtige direkt sieht.

#3: Fantasie E-Mail-Adresse

Bitte nutzen Sie keine Fantasie E-Mail-Adressen aus Ihren Kindertagen. Es ist höchst unprofessionell und kommt beim Recruiter gar nicht gut an. Legen Sie sich eine seriös klingende Adresse mit Ihrem Namen zu.

 

Not-to-do im Bewerbungsschreiben

#1: Einen Roman schreiben

Das Motivationsschreiben dient nicht dazu, alles bis ins kleinste Detail zu beschreiben. Beschreiben Sie kurz und knapp in drei bis vier Absätzen Ihr Interesse am Unternehmen, Ihre fachlichen Kompetenzen und zum Schluss Ihre persönlichen bzw. beruflichen Qualifikationen. Dabei sollten Sie nicht mehr als eine A4-Seite füllen.

#2: Standardbewerbungen / Mustervorlagen versenden

Viele Bewerber holen sich Hilfe über Mustervorlagen, was auch legitim ist – doch nur solange Sie den Text nicht 1 zu 1 kopieren. Verwenden Sie Ihre eigenen Worte. Genauso wenig dürfen Sie die gleiche Standardbewerbung an alle Firmen senden. Jede Bewerbung sollte an das jeweilige Unternehmen angepasst werden. Schließlich beschreiben Sie Ihr Interesse für diese Stelle / Firma.

#3: Lügen / Übertreiben

Stellen Sie Ihr Können und Wissen in den Fokus, ohne dabei zu übertreiben oder gar zu lügen. Keines von beidem wird dem Personaler gefallen. Sie dürfen selbstbewusst sein, aber nicht überheblich. Lügen haben kurze Beine – auch in der Bewerbung.

#4: Den Konjunktiv verwenden

würde, hätte, wäre… das alles sind Konjunktive. Sie drücken Unsicherheit aus und sind deswegen nicht empfehlenswert. So überzeugen Sie niemanden.

#5: Rechtschreibfehler

Rechtschreibfehler dürfen unter keinen Umständen in der Bewerbungsmappe enthalten sein. So werden Sie direkt aus dem Bewerbungsprozess geworfen. Um das zu vermeiden, können Sie Freunde um Hilfe bitten. Auch online finden Sie Rechtschreibtools, die Sie nutzen können.

 

Not-to-do im Bewerbungsgespräch

#1: Zu spät kommen

Lassen Sie den Recruiter niemals warten. Planen Sie für Ihre Anreise Pufferzeiten mit ein und nehmen lieber einen Zug früher. Wenn Sie zu früh dort sind, können Sie diese Zeit als mentale Vorbereitung nutzen. Sind sie nervös? Machen Sie eine Entspannungsübung. Nicht genug vorbereitet? Lesen Sie sich die Webseite der Firma nochmals durch.

#2: Unvorbereitet teilnehmen

Während einem Vorstellungsgespräch dürfen Sie dem Personalverantwortlichen Fragen über die Firma und die Arbeit stellen. Dies sollten Sie auch dringend machen. Überlegen Sie sich also vor dem Gespräch einige Fragen und schreiben Sie diese in Ihre Notizen. Doch auch der Recruiter wird Fragen stellen. Neben den Fragen zu Ihren Stärken und Schwächen gehört auch die Frage nach Ihrer Motivation zum Standardrepertoire eines jeden Personalers. Wir raten Ihnen deswegen zu einer gründlichen Recherche über das Unternehmen, dessen Tätigkeiten und eventuellen Schlagzeilen.

#3: Schlechtes Benehmen

Zeigen Sie sich von Ihrer besten Seite. Dazu gehören neben guten Manieren auch ein gepflegtes Auftreten, eine anständige Wortwahl und eine sichere Körpersprache.

 

Nun sind wir bereits am Ende unserer Not-to-do-Liste angelangt. Diese 20 Fehler lassen sich ohne großen Aufwand aus dem Bewerbungsalltag streichen. Neben der Not-to-do-Liste bieten sich auch Checklisten für Ihren Bewerbungsprozess an. So gehen Sie sicher, dass nichts Essenzielles vergessen geht.

Wir wünschen wir Ihnen viel Erfolg bei der Jobsuche!

 

Was mache ich, wenn ich zu spät zum Vorstellungsgespräch komme?

Geben Sie Ihrer Ansprechperson auf jeden Fall Bescheid. Um diese Situation zu vermeiden, raten wir Ihnen, immer genug Pufferzeiten einzuplanen.

Wie kann ich mit meiner Bewerbung aus der Masse herausstechen?

Um vom Recruiter gesehen zu werden, eignen sich besonders Kreativbewerbungen. Wem dies nicht zusagt, kann sich auch einem auffälligeren Farbschema bedienen.

Muss ich beim Bewerbungsinterview Fragen stellen?

Das sollten Sie auf jeden Fall tun. So zeigen Sie Interesse, aber auch, dass sie davor recherchiert haben. Es lässt sich immer die ein oder andere gute Frage finden.

 

Über die Autorin:

Wiebke Wesselmann ist im Marketingteam der Schweizer Firma x28 AG, welche die Jobplattform Jobagent betreibt, als Content Creatorin tätig. Davor hat sie ihren Abschluss als Kauffrau EFZ gemacht und unter anderem auch im Personalwesen gearbeitet. Seit 2018 arbeitet Wiebke Wesselmann im Online Marketing mit Fokus auf Content Creation und Social Media.