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Headhunter: Finden lassen oder selbst aktiv werden?

Ein lukrativer Karrieresprung ohne aufwändiges Bewerbungsverfahren? Davon träumen viele ambitionierte Mitarbeiter. Allerdings ist dies in der Regel nur High-Potentials vorbehalten, die, anstelle sich selbst an ein Unternehmen zu wenden, von diesem direkt angesprochen werden. Diese Aufgabe übernehmen die Firmen meist nicht selbst, sondern von ihnen exklusiv in Vertrag genommene Headhunter – qualifizierte Personalberater, die das Unternehmen sehr gut kennen. Das Unternehmen verfolgt dabei zwei Ziele: Es kann die Suche nach Fach- und Führungskräften diskret halten und vereinfacht seinen Personalauswahlprozess. Da Headhunter in der Regel entsprechend des Jahresgehalts der rekrutierten Mitarbeiter vergütet werden, sind sie an der Besetzung hochrangiger Positionen interessiert. Der Anruf eines Headhunters kann also für den Stellenkandidaten eine große berufliche Chance beinhalten. Was jedoch, wenn dieser Anruf nie erfolgt?

Der ideale Manager ist ein Mann, der genau weiß, was er nicht kann, und sich dafür die richtigen Leute holt.Philip Rosenthal

Fünf Fragen in Bezug auf eine Headhunter Bewerbung

Werden nur Führungskräfte von Headhuntern gesucht?
Nein, auch hochqualifizierte Spezialisten in gefragten Fachgebieten werden angesprochen.

Macht es Sinn, eine Initiativbewerbung an einen Headhunter zu senden?
Ja, wenn Sie einige Dinge dabei beherzigen.

Welche Vorteile hat eine Initiativbewerbung bei einem Headhunter, wenn ich dennoch nicht in die engere Wahl genommen werde?
Oft wird gerade kein Personal mit Ihrer Qualifizierung gesucht. Doch Sie sind bereits bekannt und könnten bei passender Gelegenheit vom Headhunter angesprochen werden.

Welche Gefahren gehe ich ein, wenn ich mich initiativ bei einem Headhunter bewerbe?
Grundsätzlich haben Sie nichts zu verlieren. Doch gibt es, wie in jeder Branche, auch unter den Headhuntern schwarze Schafe. Hält sich der Berater hinsichtlich der Stelle oder seines eigenen Profils sehr bedeckt, oder betreibt er Kaltakquise und ruft überraschend mit wenigen Informationen bei Ihnen an, ist Vorsicht geboten.

Wann ist eine Initiativbewerbung bei einem Headhunter nicht ratsam?
Headhunter vermitteln Fach- und Führungskräfte nur auf der Basis eines Unternehmensauftrags. Sollten Sie dringenden Bedarf an einer neuen Stelle haben, ist es besser, das Unternehmen direkt anzusprechen.

Wie bewerbe ich mich bei einem Headhunter?

Mit dem Wissen, wie die Branche funktioniert, können Sie Ihre Bewerbung gezielt vorbereiten. Dafür sind folgende Aspekte wichtig:

  • Definieren Sie klar, was Sie wollen. So kann der Headhunter Sie genau einordnen.
  • Schärfen Sie das Profil Ihres Außenauftritts. Ist es bereits keine Seltenheit, dass Personalchefs vor der Entscheidung für einen Jobkandidaten dessen Inhalte im Internet googeln, so tun dies Headhunter um so mehr. Überprüfen Sie daher Ihre Inhalte bei Facebook, Instagram etc. und nutzen Sie diese, um Ihr Profil an Ihre Wunschstelle anzupassen.

Wie sollte die Initiativbewerbung aussehen?

Es gelten die gleichen Regeln wie bei einer normalen Initiativbewerbung:

  • Keine ausführliche Bewerbung mit allen Unterlagen, sondern eine Kurzbewerbung mit Foto, Anschreiben und maximal zwei Seiten Lebenslauf.
  • Viele Personalberater bevorzugen eine Bewerbung per E-Mail oder über ein Online-Formular.
  • Ausnahmen bestätigen die Regel. Ob das Unternehmen eher an einer klassischen Bewerbungsmappe interessiert ist, erfragen Sie am besten vor der Absendung der Initiativbewerbung. Unter Umständen erhalten Sie bereits in diesem Gespräch wertvolle Hinweise, die Sie bei der Formulierung Ihrer Bewerbung nutzen können.